#069 ausmisten

Shownotes

Ja der Titel dieser Episode sagt es schon: Wir beide lieben ausmisten. Als Ordnungsexpertinnen sind wir routiniert darin. Weniger Besitz bedeutet weniger Entscheidung, weniger To-Do-Liste und weniger visuelle Ablenkung. Doch ausmisten braucht Überzeugung und Übung. Wie Ihr euren Entscheidungsmuskel rund um das Ausmisten trainieren könnt und warum genau wir ausmisten so toll finden, hört ihr hier.

Hört einfach mal rein und lasst Euch ordentlich inspirieren! Und wenn Euch die Episode gefallen hat, dann bewertet unser Show mit 5 Sternen. Wir freuen uns riesig darüber. Wir feiern auch jedes Kommentar und jeden Themenwunsch von Euch. Traut Euch ruhig, Eure Frage zu stellen oder Euer Thema mit uns zu teilen.

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Aline von Gut.In.Ordnung - chaos to cosy kümmert sich um Chaos in Familien und coacht Minimalisten oder Menschen, die nachhaltiger leben wollen. Aline: www.gutinordnung.de, insta unter gutinordnung

Tanja kümmert sich um Ordnung bei Senioren und coacht den Umgang mit Routinen Tanja: www.ordnungsfan-neuenhagen.de, insta unter ordnungsfan

Transkript anzeigen

00:00:00: Ihr Entscheidung, wenn Dinge rumstehen die nicht getroffen wurden oder die nicht bis zu Ende entschieden wurden.

00:00:06: Oder wo man noch keine Zeit hat das bewusst eine Entscheidung zu fällen und dadurch ist es dann vielleicht weil man nicht ausmüßtet zwar Chaos in schönen Boxen aber gefühlt immer noch Chaos und immer noch Entscheidungen die irgendwie Darum stehen und für eine Überladung von Besitz sorgen.

00:00:23: ja deswegen sehe ich das auch so dass Es ganz oft auch ein bestimmtes Muster oder eine Gewohnheit ist auch eine Lebensrealität darstellt, wo einfach viel mehr dahinter steckt.

00:00:40: Herzlich willkommen bei Ordentlich Inspiriert dem Ordnungs-Podcast mit Aline und Tanja!

00:00:45: Bei uns erfahren Menschen die Ordnung lieben um solche, die es noch werden wollen alles zum Thema Ordnung zu Hause, Ordnung im Job in diversen Lebensbereichen aber auch Ordnung

00:00:56: am Kopf.

00:00:57: Es gibt so viele Wege und Möglichkeiten

00:00:58: in eurem

00:00:59: Leben ordnen zu schaffen.

00:01:00: lasst euch hier einfach einmal ordentlich

00:01:02: inspirieren.

00:01:05: Hallo Aline.

00:01:07: Hallo Tanja!

00:01:08: Na, ich freue mich dass wir uns heute wieder hören und auch sehen... Wir haben uns ja in letzter Zeit ganz oft gesehen, können wir gleich noch kurz berichten bevor wir unser Thema starten?

00:01:19: und deswegen die obligatorische Frage wie war denn deine Ordnungswoche?

00:01:24: Ja, schön dass du fragst und wir haben uns ja wirklich tatsächlich ganz oft gesehen.

00:01:29: Ich würde es gleich mal spoilern die Convention liegt jetzt hinter uns.

00:01:34: das ist eine ganz große Convention für Ordnungscoaches.

00:01:36: da waren über hundert Kolleginnen zusammen dort.

00:01:39: Wir haben auch das Moderationsteam gemacht und haben da die Moderation übernommen Und dementsprechend war das meine Ordnungwoche also zum einen zu akklimatisieren.

00:01:50: Das hat mich echt so zwei drei Tage noch beschäftigt Obwohl, das im Vorfeld ja gar nicht immer so ist.

00:01:57: Man ist natürlich aufgeregt und vielleicht auch ein bisschen gestresst damit.

00:02:00: aber gerade im Nachgang merkte ich dann doch wieso alles von mir abgefallen ist und ich dann erst mal zwei Tage brauchte um die Stimme wieder zu finden Und jetzt ist sie manchmal noch ein bisschen weg.

00:02:10: Aber was da natürlich auch passiert ist, dass einfach so viel Inspiration daraus ging.

00:02:15: So viele unterschiedliche Kolleginnen die alle etwas anderes machen und andere Ansätze haben Und da fängst du doch auch an und dein Kopf das rattet noch mal Was findest du gut daran?

00:02:24: Was nicht?

00:02:24: welche ansätze haben Die?

00:02:26: irgendwas könnte für dich auch stimmen?

00:02:28: was findest Du vielleicht auch gar nicht gut selbst?

00:02:30: sowas kriegt man ja ganz schnell Für sich selbst mit und dementsprechend war es eine ordnungswoche jetzt eher nicht im außen sondern im innen lag die ganz viel Inspiration und neue Ideen mitgebracht hat.

00:02:45: Ja, schön!

00:02:46: Das kann ich alles zu hundert Prozent unterschreiben.

00:02:49: Ich fand das auch großartig.

00:02:52: Es hat mir auch sehr viel Spaß mit dir gemacht.

00:02:54: Ja, danke schön.

00:02:56: Mir hat's auch richtig viel Spaß gemacht.

00:02:57: und nicht zu vergessen es war unsere allererste Moderation.

00:03:00: also ich bei dir glaube schon hat das ein paar also bei mir in meinem Leben mit einer moderationspartnerin ganz großartig und das feedback war ja auch so schön und ich glaub wir haben da richtig abgeliefert.

00:03:10: wollen wir uns mal ein bisschen loben?

00:03:12: genau mutten muss man hier auch machen wir frauen viel zu wenig.

00:03:15: also man kann uns buchen.

00:03:17: so ist es.

00:03:18: und wie wars bei dir tanja?

00:03:20: für dich ging sie dann nach der eventchen auch noch ein bisschen weiter.

00:03:22: Ja, und zwar hatte mich Verena von der Ordnungswelt angesprochen.

00:03:27: Ob sie bei mir nicht einmal so eine Rumtour filmen kann?

00:03:30: Es gibt ja so ne kleine Serie bei der Ordnungswelt auf YouTube wo man zeigt wie Ordnungscroaches leben.

00:03:36: also wie ist das bei uns in den eigenen vier Wänden.

00:03:40: Und wie sieht das so aus?

00:03:41: Deswegen war sie an dem Tag nach der Orwenschen hier bei mir kurz vor den Toren Berlins und meinte, Gott ist ja grün bei euch so schnell aus der Stadt und sieht alles ganz anders aus!

00:03:51: Ja ich habe sie einmal durch mein Haus geführt und da wir die Orwentschen haben... Ich hab jetzt auch vorher keinen Großputz gemacht.

00:03:58: Ich hab nicht aufgeräumt.

00:03:59: Ich sollte es so machen, wie's ist.

00:04:00: Ich glaube, es war trotzdem irgendwie nördig genug.

00:04:03: Das könnt

00:04:06: ihr euch dann

00:04:07: anschauen.

00:04:07: Ich bin gespannt.

00:04:08: Ja, ich sag's dann, wenn es so weit ist.

00:04:11: Es hat total viel Spaß gemacht.

00:04:12: auch da habe ich gemerkt meine Stimme war gut da aber ich war dann auch erledigt für den Tag.

00:04:18: Ja, also insofern bin ich gespannt und freue mich wirklich die Kollegen dann auch wiederzusehen.

00:04:23: Und wir haben ja auch neue Kontakte geknüpft!

00:04:26: Jetzt machen wir mal die Überleitung zum heutigen Thema.

00:04:28: Auch mit der einen Kollegin gesprochen, die wir dann einer der nächsten Folgen begrüßen dürfen zum Thema ausmisten.

00:04:36: Braucht man um Ordnung zu schaffen Ausmisten oder braucht es nicht?

00:04:41: Und deswegen starten wir heute sozusagen mit dem ersten Teil für dieses Pro-Ausmisten.

00:04:47: Ich bin gespannt, wenn wir dann die Kollegen an Bord haben wie ihre Haltung und auch ihre Erfahrung damit ist und mit diesem Thema und wie wir als Ordnungskochs mit unseren Klientinnen und Kunden umgehen – und ihr vielleicht zu Hause auch!

00:05:02: Wie geht es denn dir da mit Aline?

00:05:04: Wenn wir sagen Ausmisten und Ordnung was trägt dabei dir?

00:05:08: Auf jeden Fall wenn ich Team Pro ausmisten.

00:05:12: Nicht weil es vielleicht manchmal nötig wäre, sondern weil es einfach auch so ein bisschen Inventur darstellt von dem was man zu Hause hat und ... Andererseits ist es natürlich auch so, wenn Menschen an Ordnungscoaches denken.

00:05:23: Dann denken sie natürlich sofort daran das die kommen um die Hälfte der Sachen auszumisten, es wegzuwerfen dass man alles ganz radikal machen muss.

00:05:32: Alles ist voller Mösecke, voller Minimalismus.

00:05:34: Am Ende steht nix mehr in der Wohnung eigentlich halt.

00:05:37: Halt ist nur noch den ganzen Tag und ja... Und das ist ja das worum's eigentlich gar nicht geht.

00:05:45: Genau.

00:05:47: Wir auch Team Pro ausmisten, ich lass mich gerne eines Besseren bekehren aber ich mache es sehr regelmäßig mit meinen Dingen weil ich denke dass viele Menschen ganz viele Dinge um sich herum haben und der Alltag dadurch von uns beeinflusst wird und wir einfach viel zu viel besitzen.

00:06:05: und so merke ich's auch wenn wir andere Kundinnen unterstützen das man ganz oft Dinge hat die einfach zuviel sind Reize schaffen und dadurch sie eben auch unruhig im Raum ist.

00:06:18: Und ja, deswegen würde ich sagen... Ich bin Pro-Ausmisten!

00:06:22: Ich finde auch aber da bist du so mit deinem vollen Familienleben noch mehr geprägter Stresses auch im Alltag?

00:06:31: Ja

00:06:32: auf jeden Fall Stress das auch.

00:06:34: also ich sehe es ja immer wieder.

00:06:35: Also, ich kam ja selber aus dem Chaos und hab da so einen langen Weg auch gehen müssen mit dem Ausmisten.

00:06:41: Und würde auch sagen, ich bin immer noch nicht fertig damit.

00:06:44: Aber gerade im Familienalltag stresst es eben auch wenn man merkt okay jetzt haben die Kinder wieder acht tausend Dinge und die müssen das irgendwo hinsortieren.

00:06:51: Ich bin gestresst weil sie's nicht wegräumen Sie sind gestreszt Weil sie im Zweifel nicht mehr wissen wohin damit?

00:06:56: weil es einfach zu viele dinge auch bei sich im Zimmer sind und so.

00:06:59: und naja Das ist dann einfach so dass... Dass man gar nicht mehr mitbekommt.

00:07:04: Wie is' es eigentlich?

00:07:06: Wenn die Kinder nicht wissen, worin mit dem Zeug sie es geschenkt bekommen haben und bei ihnen schon die Glaubenssätze anfangen, dass sie das nicht weggeben dürfen oder dass es jemand geschenkte.

00:07:14: Dann ist es eben auch nicht nur dingehübsch zu verstauen sondern es ist halt wirklich auch zu gucken wo bringe ich denn das Zeug unter was mir das Leben da vollstellt?

00:07:24: Und im Zweifel brauchen Sie's gar nicht.

00:07:26: Ja also wie du schon gesagt hast ist ja ganz oft auch Stress am Alltag.

00:07:30: Das kann ich total unterstreichen.

00:07:34: Ihr Entscheidungen, wenn Dinge rumstehen die nicht getroffen wurden oder die nicht bis zu Ende entschieden wurden.

00:07:39: Oder wo man noch keine Zeit hat das bewusst eine Entscheidung zu fällen und dadurch ist es dann vielleicht weil man nicht ausmüsstet zwar Chaos in schönen Boxen aber gefühlt immer noch Chaos und immer noch Entscheidungen die irgendwie Darum stehen und für eine Überladung von Besitz

00:07:56: sorgen.

00:07:57: ja deswegen sehe ich das auch so dass Es ganz oft auch ein bestimmtes Muster oder eine Gewohnheit ist auch eine Lebensrealität darstellt, wo einfach viel mehr dahinter steckt.

00:08:08: Also wie gesagt aufschieben von Entscheidung oder auch dass man emotional an bestimmte Gegenstände gebunden ist und sie deswegen da hortet oder dahin stellt weil man denkt das hat mir ja mal jemand geschenkt so wie du es schon gesagt hast oder auch das hören wir ganz oft.

00:08:25: Das kann ich ja vielleicht später nochmal gebrauchen Tanja So, und dann braucht man es aber auch in einem oder zwei Jahren nicht.

00:08:31: Und ja wir wollen jetzt auch keine Schuldgefühle aufkommen lassen, wenn man denkt jetzt habe ich es weggeschmissen, aber ich glaube genau das ist es dass man zu viele Dinge einfach hat und dass man dann auch nicht schafft einen funktionierenden System im Alltag zu etablieren und deswegen nicht nur mehr Stauraum da irgendwie hilft.

00:08:48: Und Schuldgefühle einerseits sagst du auf diese Weise Schuld gefühler aber andererseits hast ja auch Schuld Gefühle dem Gegenstand gegenüber weil du ihn gar nicht so wertschätzen kannst oder nicht benutzt und denkst jetzt habe ich den gekauft, jetzt benutze ich ihn aber nicht.

00:09:01: Also Schuldgefühl in jede Richtung und das macht dann auch wieder mehr Stress und mehr Chaos.

00:09:05: und deswegen ist es eben auch nicht damit getan wenn wir sagen Wir haben nicht die richtigen Boxen, wir brauchen da einfach noch bessere oder ich könnte es wirklich nochmal brauchen.

00:09:14: Deswegen lege ich's jetzt erst nochmal in die Schublade und ich hab ja auch Geld dafür bezahlt!

00:09:17: Ist ja eigentlich noch gut ist nicht defekt und trotzdem... ist es ja eigentlich nur ein Aufschieben von einer ganz anderen Sache und zwar der Emotion dahinter, dass man einfach Sicherheit haben möchte.

00:09:28: Dass man das noch hat, dass mein Erinnerung mit dem Gegenstand verknüpft oder auch, dass die Angst vor den Fehlentscheidungen nicht zugehen... Oder dass man eine Fehl-Entscheidung getroffen hat will man einfach nicht zugeben und hat Angst, das den Anderen dann zu sagen.

00:09:39: Und da beginnt es schon.

00:09:41: Dann ist im Kopf wieder so ne Maschine an, die dir dann all diese Sachen einredet und einflüstert.

00:09:47: Und dann wäre es doch eigentlich schön, wenn du einfach mal dich kurz zusammen nimmst.

00:09:55: Dich vielleicht auch einen Schritt zurückbegibst und dann diesen Gegenstand für eine Minute wirklich mit aller Liebe und allem Respekt genau betrachtest und dich dafür entscheidest.

00:10:06: Gehört er jetzt wirklich in mein Leben oder darf der dann doch eigentlich gehen?

00:10:09: Erstmal egal mit welcher Konsequenz.

00:10:11: Ob man damit noch was macht, ob man den wegwirft ganz egal aber diese Entscheidung zu treffen dieser Gegenstand gehört zu mir oder nicht das ist schon einmal der erste Schritt

00:10:20: Die

00:10:20: richtige Richtung.

00:10:21: Und wo du es gerade sagst und wir vorhin das Video hatten, ich kann dir schon mal spoilern.

00:10:27: Wir machten dann noch einen Schrank auf eine Mitte.

00:10:28: Hier habe ich auch so ne Kiste seit fünf Jahren eine nicht getroffene Entscheidung.

00:10:32: Ich verrate mich was es ist.

00:10:34: Ich bin total bewusst.

00:10:36: Das ist...ich kann mich doch nicht davon trennen weil ich ein Stück von mir ein altes Hobby von mir aufgegeben müsste.

00:10:42: Wozu ich noch irgendwie nicht so richtig in der Lage bin?

00:10:45: Aber also will sagen, wir strugglen ja mit diesen Themen.

00:10:51: Aber bei ganz vielen Dingen, wo man tatsächlich schon ausgemüstet hat ist ja dann auch die Erfahrung, die wir ganz oft gemacht haben.

00:10:58: Man fühlt sich danach einfach wohler!

00:11:01: In der Ecke, in dem Raum, in der Wohnung und im Haus.

00:11:05: Ich finde es gibt einen großen Zusammenhang zwischen einer Ordnung, die auch auf Ausmisten basiert und dann dem Wohlfühlen.

00:11:13: Das ist oft viel stärker als man denkt.

00:11:16: Es ist zumindest meine Erfahrung bei mir selber oder auch bei anderen.

00:11:21: Chaos, was man dann weniger im Außen hat.

00:11:23: Dass das deutlich mehr Klarheit auch kopf schafft und irgendwie mehr Ruhe bringt.

00:11:30: Man kann sich auf die wesentlichen Dinge konzentrieren.

00:11:33: Und ich kann nicht mich konzentrierend oder arbeiten wenn ich das Gefühl habe hier liegt irgendwie zu viel rum.

00:11:40: Oder ist es alles total confused?

00:11:43: Wie geht's dir damit?

00:11:45: Ja, ich bin ja Designer und deswegen Chaos ist meine zweite Heimat.

00:11:51: Ich kann mich tatsächlich sehr gut auch beim Chaos zurückziehen um dann konzentriert zu arbeiten.

00:11:56: aber die Sache ist ja es rollt ja trotzdem wieder auf mich zu Und ich bin auch so ein Typ der auch dann sagt naja warte in dem Haufen links drei Blätter unter dem nächsten Blatt finde ich genau das was ich brauche.

00:12:05: Das ist alles total schön.

00:12:07: Aber trotzdem ist das ja visueller Müll also visual clutter wie wir es immer so schön benennen der dich trotzdem ablenkt irgendwann.

00:12:15: Spätestens dann, wenn dein Körper zur Ruhe kommen will und keine Entscheidungen mehr treffen willst, rattet es im Hintergrund immer noch.

00:12:22: Dann denkst du dir, das wartet noch auf mich?

00:12:25: Das ist schon so, dass die Handlungstrichkeit deutlich eingeschränkter ist, weil du nicht ruhigen Gewissens da sitzt und sagst, ich mach nix, weil ich hab nix.

00:12:34: Sondern du denkst, ah, das ist eine Agenda, meine Liste!

00:12:38: Mhm, genau.

00:12:39: Aber warum ist es denn so schwer, Aline?

00:12:41: Warum fällt uns loslassen denn so schwer?

00:12:44: Damit haben wir ja irgendwie alle ein Thema.

00:12:48: Absolut, bei Ausmisten dann eben doch auf die emotionale Schiene sofort geht und wir dann emotional werden mit den Erinnerungen, die an dem Stück hängen.

00:12:57: was habe ich da in dem Moment gemacht?

00:12:59: war das vielleicht eine besonders freudige erinnerung?

00:13:01: manche halten auch Dinge fest weil es eine besonders schmerzhafte Erinnerung war die sie noch nicht verarbeitet haben.

00:13:06: Und manche sehen dann einfach wirklich so ne frühere Version von sich selbst Spaß gemacht mit diesem, wie du sagst das Hobby zu machen.

00:13:15: Wenn du dann irgendwann ein Kind und die Lebensjahre doch nach oben schießen.

00:13:23: Und da bin ich schon so gespannt was das für ein Hobby sein könnte!

00:13:26: Dann ist es schon klar, dann wirst du wahrscheinlich nicht mehr Wasser schief fahren oder beim Fallschirm springen noch sehr oft glänzen weißt du's?

00:13:36: Es ist dann einfach so, aber natürlich siehst du dich ja noch mit all deinen Glücksgefühlen.

00:13:39: Mit deinem Hormon und den Tagen, die du das Hobby gemacht hast wie stolz du warst, wie du dich gefreut hast.

00:13:45: Und dann kommt noch dazu dass du nicht nur das im Hintergrund hast sondern bleiben wir wieder beim Hobby.

00:13:51: lasst es noch ein ganz teures Hobby sein und dann ist es so oh das war sehr teuer.

00:13:56: vielleicht kommt doch nochmal der Moment.

00:13:58: es war ein Geschenk.

00:13:59: es hat jemanden auch Freude gemacht, mir das zu schenken.

00:14:02: Weil er gesehen hat dass ich dieses Hobby so liebe also nicht nur verrat an dir selbst sondern auch noch verrat einer anderen Person wenn du das weg gibst.

00:14:09: und Ja Das sind das ist ganz natürlich das ist bei uns genauso wie bei allen anderen selbst wenn wir die Theorie im Hinterkopf haben.

00:14:18: aber Du musst erst mal dahin kommen zu sagen Ich verabschiede mich davon

00:14:23: Genau und da hilft es ja dann immer Fragen zu stellen fragen fragen fragen der fragt der führt und sich dann auch selbst.

00:14:30: Und nicht zu sagen, das muss jetzt weg und es muss ausgemistet werden, sondern sich zu fragen.

00:14:36: Das könnt ihr euch ja vielleicht so als Leitfragen mitnehmen.

00:14:39: Nutze ich denn den Gegenstand wirklich also auch wirklich regelmäßig?

00:14:44: Passt da noch zu meinem aktuellen Leben?

00:14:46: oder ist es mein altes, neunzwanzigjähriges Ich, was einfach nicht mehr da ist?

00:14:51: Was ich auch immer eine schöne Frage finde, würde ich mir heute nochmal kaufen!

00:14:56: Würde ich es heute aktuell nochmal kaufen, würde ich das gleiche Geld noch mal dafür ausgeben.

00:15:03: und ich finde mit so diesen zwei drei Fragen hilft es so eine Entscheidung tatsächlich auch zu treffen.

00:15:09: Und in der Regel wissen wir dieses Jahr auch schon vorher.

00:15:11: also jeder hat ja ein Gefühl für die Antwort auf diese Fragen und dann kann man es auch irgendwie als Neustart nehmen.

00:15:20: So ist es weil der Neuestart ist dann doch so befreiend, wenn du dann erst mal einmal das Gefühl hattest und bemerkt hast, Mensch jetzt fühle ich mich so leicht.

00:15:31: Es ist so klar!

00:15:32: Ich fühle mich total frei und ich habe auch meinen Entscheidungsmuskel trainiert weil jedes Mal, wenn Du eine Entscheidung triffst wirst Du merken beim nächsten Mal, dass Du immer schneller eine Entscheidung zu einem bestimmten Gegenstand zu treffen Weil Du einfach viel mehr auf Dich und Dein Inneres hören kannst Bevor die Schublade aufgeht oder bevor die Kiste aufgeht, du weißt eigentlich schon ob es weg kann oder nicht.

00:15:52: Und wenn man sich nicht ganz sicher ist dann so wie bei dir, da nehmt wirklich nochmal eine Vielleicht-Kiste macht ein Datum drauf verschiebt die Entscheidung irgendwann seid ihr soweit euch dafür oder dagegen zu entscheiden und auch hier kleiner Spoiler meistens entscheidet, dass du dich dann doch dagegen halt.

00:16:08: Und dann doch so weit bist zu sagen okay ja komm ist der?

00:16:12: die Vorteile wiegen einfach auf mit mehr Freiraum weniger zu tun.

00:16:16: das muss alles weniger geputzt werden was weniger da ist.

00:16:19: es hat auch einen sehr praktischen Nutzen.

00:16:21: bei den Kindern ist es so dass sie auch vielmehr die Übersichtlichkeit zu ihrem ganzen Gegenstände und Besitz haben.

00:16:27: Du bist ja das Vorbild für Sie auch was Sie später mal in Ihrem Leben alles da haben.

00:16:31: also werden sie eine Folge stellte Wohnung mit ganz viel Deko haben, die sie lange, lange beschäftigt.

00:16:36: Oder ist es so dass ihr euch einigen könnt auf ein gewisses Maß an Gemütlichkeit aber auch ein gewisse Maß an Einfachheit?

00:16:42: und da ist ausmisten auf jeden Fall Neustart den ich auch jedem nur empfehlen kann

00:16:48: Genau.

00:16:48: Und wenn man jetzt denkt, oh mein Gott da brauche ich jetzt ein verlängertes Wochenende dazu und es ist ein riesiges Projekt!

00:16:55: Wenn ich jetzt anfange irgendwie einen Keller, einen Dachboden, mein Arbeitszimmer oder whatever, irgendwie auszumisten dann sind wir ja auch entfreund davon dass man sich kleine realistische Schritte nimmt also wirklich kleinste Schritte statt hier eine Perfektion oder hier ein ganzes Wochenendprojekt mit schlechter Laune, ganz viel Kaffee und am Ende Frustrationen und Schokolade haben.

00:17:19: Wir sind ja so Freunde von fünfzehn Minuten oder zwanzig Minuten Routinen, auch solange wir eine Podcastfolge von uns ist es ja auch aufgrund dessen entstanden mit dieser Idee.

00:17:29: aber auch wenn das so viel ist finde ich reichen hier auch schon zehn Minuten am Tag oder mal zehn Minuten hier und da Um sich dann meinen kleinen Bereich vorzunehmen und zu sagen, jetzt starte ich hier und gehe mal die Dinge durch und misste aus.

00:17:43: Das ist oft viel leichter als eine ganze Wohnung gleich perfekt zu organisieren und man sieht erstaunlich schnell Fortschritte.

00:17:50: also unsere Erfahrung ist auch so zehn, zwanzig Minuten wieviel man da tatsächlich schafft.

00:17:54: das unterschätzt man und wenn man das dreimal die Woche macht ja dann ist die Welt danach schon ein ganz anderer

00:18:01: Genau und deswegen fängt vielleicht nicht mit dem schwierigsten Projekt an, sondern mit einem relativ einfachen.

00:18:06: Aber wie du schon sagst Tania es ist dann einfach nach zehn Minuten so viel Fortschritt zu sehen.

00:18:10: das glaubt ihr ja wenn ihr beginnt überhaupt nicht Und dann seht ihr wow krass was ich alles geschafft habe in der kurzen zeit.

00:18:16: manchmal hängt er dann einfach noch ein bisschen Zeit dran weil ihr gerade so gut im flow seid.

00:18:19: aber überlastet euch nicht räumlich alles aus allen schränken Weil dann sitzt ihr wirklich im kaus.

00:18:24: und dann denkt ihr euch Ich bin zu blöd.

00:18:25: ich kann dass nicht.

00:18:26: also kleine bereiche Das ist wirklich das aller aller wichtigste dabei besten auch nicht mit den Erinnerungsstücken anfangen, sondern wirklich Dinge die ihr leicht entscheiden könnt.

00:18:36: Kleidung ist ja bei der Marie Kondo-Methode immer so.

00:18:39: das erste weil viele Menschen einfach doch bei Kleidungen sehr genau und schnell entscheiden können sei es anhand von Muster ob's noch passt oder wie das Material ist dass es immer ein guter Punkt zu starten oder auch in der Küche weil ihr wisst ganz genau ob ihr was backen wollt oder nicht und ob ihr achtzehn Millionen Rezepte haben braucht, oder ob ihr eigentlich wach mit zwanzig auch zurechtkommt.

00:19:00: Genau!

00:19:01: Und das Mindesthaltbarkeitsdatum hilft auch ganz oft.

00:19:04: Also sind wir beide ja nun auch sehr nachhaltig bewusste Menschen zum Thema Konsum.

00:19:10: und wenn ihr denkt, Gott jetzt habe ich so viel ausgemistet.

00:19:13: Was soll ich denn damit machen?

00:19:15: Es muss gar nicht alles im Müll landen!

00:19:18: Ihr könnt es auch spenden, ihr könnt es verschenken, ihr könnte es weitergeben.

00:19:22: Da haben wir auch schon die eine oder andere Folge zu gemacht.

00:19:25: Gibt da ganz viel bestimmt bei euch in der Gegend wo man das auch nachhaltlich loswerden kann und bei den Bergen in denen man dann steht.

00:19:33: Ich würde auch immer noch mal bewusst, wie viel Unnötiges man vielleicht tatsächlich konsumiert hat.

00:19:38: Und da werden wir ja auch verfühlt jeden Tag dies zu tun.

00:19:41: insofern darf man da auch achtsam und sorgsam mit sich sein um da einmal hinzuschauen.

00:19:47: Das stimmt!

00:19:48: Den Gedanken ist zu spenden oder zu verschenken dem finde ich auch immer sehr gut.

00:19:51: deswegen war ich auch am Wochenende immer so eine Verschenkebox für vor die Haustür und es wird sehr gerne angenommen WhatsApp-Flowmarkgruppen, die ich alle habe.

00:20:02: Da gehen pro Tag tümf Fünfhundert Items über den Kanal.

00:20:06: Aber wenn man mal bedenkt wie viel davon haben eine Resonanz und werden trotzdem noch genommen.

00:20:10: auch da sieht man alles viel zuviel bei allen.

00:20:12: Und deswegen ist es richtig gut in den Kreislauf zu geben aber auch vor allem so sagen wir es ja immer bei der Nachhaltigkeit das beste Produkt ist das was wir nicht gekauft haben weil dann einfach die Ressourcen wirklich schon an der Basis ...

00:20:26: Aline

00:20:26: hörst du?

00:20:28: Ich höre es.

00:20:30: Aber wie gesagt, wir waren ja nun schon fast am Ende.

00:20:33: Ja?

00:20:33: Magst du vielleicht noch ein Abschlussgedanken mit uns teilen und dann sind die zwanzig Minuten in denen ihr vielleicht gerade aufräumt und ausmisst ist auch schon vorbei.

00:20:43: Also auf jeden Fall ausmisten schadet nie, guckt einfach mal was gehen darf in eurer Wohnung, in eurem Zuhause.

00:20:50: Guckt einfach wo eure Ordnung beginnen soll.

00:20:53: die beginnt eben nicht im Schrank sondern die beginn schon bei den Entscheidungen die ihr trefft die entweder klug oder weniger klug sind.

00:20:59: aber lebt damit und macht euch auch nochmal bewusst was Ist denn in eurem aktuellen Leben, habt ihr zu viel?

00:21:06: Was ist genau richtig?

00:21:08: Was symbolisiert euer Leben nach außen und nicht was hat das mal vor zwanzig Jahren.

00:21:13: Und deswegen ist Ausmüsten in dem Fall eben nicht Verlust, sondern einfach mehr Klarheit.

00:21:17: Mehr Freiheit, mehr Leichtigkeit, mehr Entscheidungsfreude und mehr Zeit für die Dinge, die uns wirklich interessieren.

00:21:22: Ja, Tanja, habe ich noch was vergessen?

00:21:24: Nein!

00:21:24: Da kann ich nur Amen zu sagen... ...und er freue mich dass du neugierig bist auf die Entscheidung, die ich noch in meinem Leben treffen darf.

00:21:33: Hoffentlich nicht trennen.

00:21:35: Ich bin gespannt.

00:21:36: also bitte berichte uns dann gleich bei Instagram an.

00:21:38: Die Folge Online ist es wird ja wahrscheinlich ein YouTube Video nehme ich an Dann werden und auch noch mal Werbung in anderer Sache.

00:21:46: Und zwar, weil die Verena und die AuVention am Anfang schon erwähnt hat es.

00:21:49: Die hat auch nochmal einen Podcast aufgenommen wo sie über die Au-Vention spricht und auch nochmal über uns als Berliner, die Berlingruppe an sich und auch uns als Moderatoren Team oder auch nochmal voll des Lobes ist.

00:22:00: deswegen schließe ich mit diesem schönen Gedanken und wer's noch nicht gehört hat jetzt auch von unserem Berliner Video hört mal rein.

00:22:06: das ist wirklich ganz süß geworden.

00:22:07: also an Verena auch nochmal ein großes danke.

00:22:10: euch da draußen viel Spaß beim Ausmisten.

00:22:12: Ja, Aline?

00:22:13: Danke dir!

00:22:14: Ciao

00:22:15: ciao!

00:22:18: Also Micha hat diese Podcastfolge mal wieder ordentlich inspiriert.

00:22:21: ich schaue jetzt gleich mal nach was ich davon noch für mich umsetze

00:22:26: und wenn ihr mehr über das Thema uns erfahren wollt dann besucht uns auf unserer Website ordentlich-inspiriert.de oder auf Instagram unter ordentlich.

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